
Man sollte meinen, dass die Arbeit mit einem Buch endet, wenn das letzte Kapitel geschrieben ist.
Tut sie nicht.
Dieses Wochenende bestand aus HTML, WordPress, Bildern verschieben, Menüs bauen und der Frage, warum Dinge in der Vorschau plötzlich ganz anders aussehen als fünf Minuten vorher. Nebenbei habe ich mich – nicht zum ersten Mal und vermutlich auch nicht zum letzten Mal – mit Calibre über eBooks gestritten.
Irgendwo zwischen Webseitenbau, Fehlersuche und dem Versuch, sämtliche Dateien an die richtigen Stellen zu schieben, wartete nämlich noch eine andere Aufgabe auf mich:
Aidens Geschichte sollte veröffentlicht werden.
Am Montag, passend zum Erdbeermond, war es dann soweit. Cover, Klappentext, Videos, Beiträge – alles war vorbereitet. Der Button war gedrückt. Das Buch war unterwegs in die Shops.
Und dann passiert etwas Merkwürdiges.
Monatelang gehören diese Figuren nur einem selbst. Man verbringt mehr Zeit mit ihnen als mit manchen Menschen im echten Leben, kennt ihre schlechten Witze, ihre Ängste, ihre Lieblingslieder und die Dinge, die sie nachts wachhalten.
Und plötzlich gehen sie hinaus in die Welt.
Ab diesem Moment gehört die Geschichte nicht mehr nur mir.
Vielleicht wird jemand Aiden lieben. Vielleicht wird jemand mit ihm streiten. Vielleicht erkennt sich jemand in seinem Kampf wieder oder versteht zum ersten Mal, warum ein Krieger nicht immer derjenige ist, der am lautesten brüllt.
Vielleicht findet seine Geschichte genau die Menschen, für die sie geschrieben wurde.
Und während Aiden jetzt seinen Platz in der Welt sucht, geht die Arbeit hinter den Kulissen weiter: neue Ideen, neue Beiträge, neue Geschichten und vermutlich auch die eine oder andere Diskussion mit Calibre.
Langweilig wird es jedenfalls nicht.
Willkommen auf meiner neuen Webseite.
Ich freue mich, dass ihr hier seid.
